MC Werder/Havel e.V.

Wassersportverein

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Logbuchauszüge MuK und MoK

Bericht: Gerhard Kramer

Expeditionsfahrt "Kreuz des Südens"
Die Generalkapitäne
MuK/MoK:        Gespannte Stille herrscht im Flottenhafen des MCWerder. Durch den Ältestenrat erhalten die Generalkapitäne der MC-Geschwader versiegelte Umschläge mit den Zielkoordinaten und kehren auf die Flaggschiffe zurück.

Die Siegel werden erbrochen. Kommandos ertönen,  langsam nehmen die Geschwader Fahrt auf. Einige Flaggensignale noch zum Abschied und die Flotten  erreichen die Offene See.
MoK:        Halbe Fahrt voraus, Kurs 150° S, wir lassen MuK hinter uns.
MuK:        Da wir wissen nicht, wie lange wir unterwegs sein werden, gehen wir es ruhig und gelassen an. Kurs zunächst 160° S.  MoK ist kaum mehr auszumachen.  
MoK:        Wir kommen gut voran, die Mannschaften sind nach wie vor  ruhig und guter Dinge.
MuK:        Unter gegenseitiger verbaler Aufmunterung halten wir stoisch Kurs. Noch sind wir in mir bekannten Gewässern.    
MoK:        Wir nähern uns der Grenze der mir  bisher bekannten Welt. Die Mannschaft zeigt eine angespannte Unsicherheit. Nach den mir vorliegenden Seekarten sind wir nahe des Kaps "Baumgarten Brück". Der Eintritt in uns noch unbekannte Gestade steht bevor.
MoK:        Die Mannschaften werden zunehmend unruhig. Um  mögliche Meuterer zu besänftigen, lasse ich Stimulationsgetränke ausgegeben. Ich hörte, die Erde sei rund, aber was passiert wohl am Abhang. Der Mannschaft verrate ich zur Beruhigung, dass die Erde rund und der Rückweg sicher sei. Wohl aufgrund der Stimulation, nur  ungläubiges Staunen und Gelächter.
MuK:     Keine besonderen Vorkommnisse. Kurs unverändert.
MoK:     Wir sind am Kap vorbei und ohne Absturz in die Neue Welt eingefahren. Verwundert schließe ich, dass die Erde wohl doch eine Scheibe sein könnte.  Dies erwähne ich allerdings nicht. Ich will keine Verwirrung. Der Vorstoß geht weiter. Wir müssen das ehemalige Versorgungslager finden. Die Mannschaften sind jetzt vom Ziel unterrichtet, hoffen auf Gewinn und sind ausgelassener Stimmung.
MuK:        In der Ferne erblicken wir das Kap "Baumgarten Brück". Dieses gilt es zu umfahren. Noch gehorchen die muskulösen Paddler und Treter. Was aber hinter dem Kap liegt, ist meines Wissens noch nicht erforscht und kartographiert. Dass die Erde rund sein soll, das  habe ich gehört und setze die Mannschaft davon in Kenntnis. Harald meint, - sein Beitrag hebt die zuletzt etwas gesunkene Moral -, dann müssten wir wohl nicht mehr so angestrengt treten und paddeln, weil es ja bergab gehe. Gerade noch zur rechten Zeit!
MuK:        Wir sind am Kap vorbei und so müde wie bisher. Nichts mit Fahrt bergab. Gegen das eintretende Murren gebe ich eine Ration Stimulationsmittel und bald sieht man die Lage mit rosigeren Augen. Weiter geht es auf 220° S.  Jetzt gilt es.  Unsere Aufgabe:  Die Route gefahrenfrei zu machen, damit MoK nach der Lagerräumung ungehindert zu uns stoßen kann. Gemeinsam werden wir dann am Expeditionsziel anlanden.
MoK:        Wie einst Jason und seine Argonauten vor den Symplegaden am Bosporus, so liegen jetzt wir vor unserer Meeresenge. Da sich die Durchfahrtsrinne ständig in der Breite verändert und so sehr gefährliche Havarien drohen, taufe ich die unbekannte Enge auf den Namen: "Caputh"; "Gemünd von Caputh" vermerke ich in den Karten. In gründlicher Beobachtung messe ich die Durchfahrtszeiten. Wir nehmen Fahrt nach 30° N auf und schaffen es ohne Verluste. Nun aber "Volle Kraft voraus" nach NO. Irgendwo muss das ehemalige Basislager doch gelegen haben.
MoK:        Nach den Koordinaten haben wir es nicht mehr weit. Kurs NW. Westlich vor uns liegt eine schmale Einfahrt in ein vor Wind und Wellen geschütztes kleines "Seeparadies". Vorsichtig passieren wir die Zufahrt. Zur Sicherheit lasse ich ständig messen, ob wir genug Wasser unterm Kiel haben. Langsam fallen wir nach NO ab. Durch das Rohr sehe ich plötzlich an einem einsamen Sandstrand eine einsame Person in erbärmlichem Zustand. Diese hat sicher auch schon bessere Tage gesehen. Aufmerksam prüfen wir die Umgebung, dann lasse ich ein Beiboot  zur Übernahme dessen aussetzen, was im Lager noch gesichert werden kann. Wichtig ist mir vor allem die Fahne des MC Werder, die ich auch am Strand entdecke.
MoK:        Wir übernehmen alles, was uns wichtig ist. Die Fahne, Bier, Frischobst und die bedauernswerte Überlebende, die von uns an Bord sofort mit Stimulationsgetränken aufgepäppelt wird. Sie händigt uns einen abgegriffenen Umschlag mit neuen Zielkoordinaten aus. Neuer Kurs liegt an.
MuK:        Die Fahrt in der Neuen Welt verläuft bisher ohne Vorkommnisse. Allerdings wird die See langsam unruhiger. In dunkler Vorahnung spüre ich, dass Gefahr  in der Tiefe lauert. Die Wasser werden bedrohlicher, verdunkeln sich und unberechenbare Wasserwirbel entstehen. Ich lasse die Boote ausschwärmen; wir nähern uns in einer Zangenbewegung der Gefahrenstelle. Alle sind bereit. In der Tiefe entsteht plötzlich Bewegung ; mit unheimlichen Lauten nähert sich rasend schnell ein großer Schatten der Oberfläche. Ein Wasserdrache, wie wir starr vor Angst  erkennen. Der grässliche Kopf sticht aus dem Wasser, in Panik schlagen die Paddel zu, durch den Kopf geht ein Ruck und ein plötzlich sehr benommener Drache schaut uns mit leutseligen Augen verwirrt an. Nach kontroversen Beratungen entscheiden wir uns gegen den Zweitschlag und nehmen den Drachen ins Schlepptau. Durch ein immer wieder drohend erhobenes Paddel wird ihm aber präventiv und visuell unsere entschlossene und schlagkräftige Wehrhaftigkeit verdeutlicht.
MoK:        Unser Ausguck hat auf 260° W MuK und ein grünes großes Etwas entdeckt. Wir nehmen in voller Fahrt Kurs auf MuK auf.
MuK:        Der Ausguck erspäht MoK in NO, die Fahrt auf uns zunimmt.
MoK/MuK:        Nach Abstimmung der Zielkoordinaten geht es weiter nach Süden und wir landen planmäßig. Die Schiffe werden verankert/vertäut oder auf den Strand gezogen. Die Mannschaften  erhalten Landgang. Versuche der Matrosen, den treuherzigen Seedrachen auf den Bratspieß zu stecken, können wir gerade noch verhindern. Während die Männer den Strand und das Hinterland erforschen und heimsuchen, planen wir die Rückreise und schreiben den Expeditionsbericht.  

 

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